Newsletter- Magazin „Auf dem Weg“ Sommer 2024

Die Hoffnung stirbt zuletzt – die Liebe stirbt nie

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Schön, dass du meinen Newsletter liest. Wenn du jemanden kennst, der eine schwere Lebensphase wegen eines Verlustes oder eines anderen Schicksalsschlags durchmacht, kannst du diese Seite gerne teilen und weiterleiten.

Das Strahlentagebuch

Heute möchte ich den Newsletter mit einem sehr persönlichen Thema beginnen. Manche haben es mitbekommen, andere noch nicht: Ich hatte in den letzten beiden Jahren schwer mit Brustkrebs zu kämpfen. Keine Sorge! Jetzt sieht gerade alles ganz gut aus und es gibt Grund für Optimismus. In dieser Zeit habe ich mit meinem Strahlendoc tatsächlich ein Strahlentagebuch entwickelt, denn ich befolge natürlich meine Tipps für Krisenzeiten auch selbst. Etwas mehr darüber erfährst du in meinem Blogpost: Klick!
Ähnlich wie nach einem Verlust empfinde ich auch hier eine Zäsur: Vor und nach der Diagnose. Ich habe die Chemo nicht so gut vertragen. Das brachte mir eine Nahtoderfahrung ein. Das klingt jetzt dramatisch, war es vermutlich auch, aber ich selbst habe davon nicht viel mitbekommen. Stattdessen habe ich mich in einer wunderbaren Harmonie und in tiefem Frieden befunden. Dieses elementare Erlebnis möchte ich nicht missen und auch wenn ich dann wieder in die damals ziemlich harte Realität zurück geholt worden bin, trägt mich dieser Moment seither täglich. Vermutlich kam auch so der Wunsch, auch zum Thema Krebst etwas zu teilen, das vielleicht der einen oder anderen betroffenen Person oder deren Angehörigen helfen kann. Um so schöner, dass mein Strahlendoc da sehr ähnlich wie ich gestrickt ist. Er sucht immer nach Möglichkeiten, wie er seinen Patientinnen und Patienten noch besser helfen kann. 
Auch meine Onkologin hat netterweise sehr entschlossen den Kampf gegen den Tumor aufgenommen. So hatte ich das Gefühl, dass ich mich komplett darauf konzentrieren konnte, eine Behandlung nach der anderen antreten und überstehen zu können. 
Zu Beginn meiner Erkrankung habe ich mich gefragt, ob mich die Krankheit so verändern wird, dass ich mich vielleicht auch beruflich anders ausrichten möchte. Und da war die ganze Zeit über ein ganz klares Nein! Warum nicht, möchtest du wissen? Das ist ganz einfach. Obwohl es mich wirklich hart erwischt hat, war es „nur“ eine körperliche Angelegenheit. Nicht annähernd so einschneidend wie der Verlust eines geliebten Menschen. Natürlich habe ich das schon vermutet, aber es wirklich persönlich überprüfen zu können, ist doch noch mal ganz etwas anderes. Auch eine Klientin, die ebenfalls den Brustkrebs überlebt hat und sogar nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt, hat mir ganz eindeutig bestätigt, dass sie das nicht so schlimm empfindet, wie die Tatsache, dass sie nach dem Tod ihres Mannes nun alleine weiter leben muss. Aber auch sie bemüht sich nach Kräften, wieder Boden unter den Füßen zu fühlen und sich ein neues Leben aufzubauen. Meine Bewunderung hat sie. So wie alle meine Bewunderung haben, die sich mutig dem schwersten aller Themen stellen und versuchen, daran zu wachsen. 
Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich einen Teil der Unterstützung auf diesem schweren Weg übernehmen darf.

Ich bin kein Gruppentyp …

… mag sich so manche Trauernde denken, wenn sie mein Angebot für das Basis-Seminar bzw. die Trauerreise an die Ostsee liest. Das geht vielen Teilnehmerinnen so und dennoch melden sich einige an. Falls das auch ein Thema für dich sein sollte, kannst du darüber in meinen Blogpost „Ich bin kein Gruppentyp“ nachlesen. Vielleicht hilft dir das ein wenig bei deiner Entscheidung.
Das nächste Basis- Seminar an der Ostsee ist vom 22. -27. September 2024 und es sind noch Plätze frei: Klick!
Und dann gibt es im November 24 das Seminar „Erfinde dich neu!“ Auch hier gibt es noch Plätze. Klick!

Rosen!

Rosen haben es mir dieses Jahr besonders angetan. Ich liebe Blumen und überhaupt alle Pflanzen. Rosen schaffen es irgendwie doch immer wieder ganz nach oben auf meine Top 10-Liste. Daher habe ich eine kleine Mini-Serie im Juni auf meinem Blog veröffentlicht. Im ersten Teil geht es darum, wie Rosen in der Trauerzeit genutzt werden können. Klick!
Aber das war mir nicht genug und deshalb habe ich Rosenseife gemacht: Klick!
Und weil mir das auch noch nicht genug war, habe ich noch Rosenbalsam hergestellt: Klick!
Rosen blühen auch jetzt noch. Vielleicht kann ich dich ein wenig dafür begeistern und du probierst das eine oder andere Rezept aus.

Familiengeschichten

Seinetwegen – dieses Buch habe ich mir in der Hörversion zu Gemüte geführt und in einem Zug weggeatmet. So gut hat es mir gefallen. Ich finde es wichtig, sich auch den Weg zu machen und die Familiengeschichte zu erforschen, auch wenn man machmal auf Widerstände stößt und es schwer ist, Dinge, die vor langer Zeit geschehen sind, zu erforschen und aufzudecken. Der Autorin Zora del Buono, die zur selben Zeit wie ich, nach Berlin kam, habe ich den Link zum Post auch geschickt. Sie mochte mein Feedback und mittlerweile haben wir einen netten zarten Kontakt, denn auch ich arbeite an einer Familienbiographie. Klick!
Ihr Buch „Die Marschallin“ steht zur Zeit ganz oben auf meiner Hörbuchliste. 

Kinderbuchtipp: „Flieg, Hummelchen, flieg!“

Ein berührendes Kinderbuch. Entstanden aus eigener Betroffenheit: https://trauerbegleiter.org/2024/08/31/kinderbuch-flieg-hummelchen-flieg/
Judith Beier, ist Logopädin und bildet angehende Sprachtherapeut*innen aus. Seit fünf Jahren schreibt sie Briefe an ihr Kind Fritzi auf Instagram und Steady. Sie erzählen von Angst und Mut. Über 30.000 Menschen lesen mit und können dabei viel lernen, über Hoffnung in schweren Zeiten, die Lebenswirklichkeit pflegender Eltern und über Liebe, die niemals endet. Judith Beier lebt mit ihrer Familie in Rostock. „Flieg, Hummelchen, flieg“ ist ihr erstes Kinderbuch.

Trauer-Seminar an der Ostsee

Für das Seminar vom 22. – 27. September 2024 sind noch Plätze frei!

Mehr Infos findest du hier: Klick!

Selbstfindungs-Seminar an der Ostsee

Erfinde dich neu! Bild von Janina Cornelius
Bild von Janina Cornelius

Vom 1. – 8. November 2024 treffen wir uns in Graal-Müritz an der Ostsee, um nach einem Verlust, einer Trennung, einem anderen Einschnitt im Leben, einem Neuanfang oder auf der Suche danach, eine schöne Grundlage dafür zu finden. Dabei unterstütze ich durch verschiedene Methoden und Gesprächen, das worum es wirklich geht herauszufinden und ins neue Leben zu integrieren. Talent ist nicht erforderlich aber ein klein wenig Mut.

Wenn du nach dem Verlust eines geliebten Menschen nicht weiter weißt, kann dir eine Trauerbegleitung helfen. Neben dem Newsletter “Auf dem Weg” findest du bei mir EinzelberatungenOnline-SeminareSeminar-Reisenmeine Bücher und den Podcast “Lebendig – Irgendwas geht immer”.

Zusätzlich kannst du bestimmte Themen in meinem Blog nachlesen. Weitere Anregungen findest du ebenfalls auf meiner Homepage unter Kreative Impulse.