Art Journal Adventskalender
Art Journal Adventskalender 8. Dezember 2024 – Süßes Nichtstun! Das war die Vorgabe für heute. Die täglichen Vorgaben im Advent habe ich aus dem Art Journal Club von Tamara Engem. Wie? Was? Wo? Darüber kannst du hier mehr lesen: Klick!
Süßes Nichtstun! In der Trauerzeit überhaupt möglich?
Oh Mann! Das ist immer so leicht gesagt. Aber wenn wir uns gerade in einer stabilen Ausgangslage befinden und dennoch viel zu tun ist, hätten wir zumindest die Wahl, das süße Nichtstun rein theoretisch genießen zu können.
Was viele nicht wissen
Was viele nicht wissen: Bei Trauernden kann das ganz anders sein. Viele fühlen sich von der Trauer so blockiert und überschattet, dass es an Antrieb fehlt. Aber dieses nichts tun zu können, fühlt sich ganz und gar nicht gut an. Es kommt einem eher so vor, als wäre man ferngesteuert. Das hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass uns durch den Tod eines geliebten nahestehenden Menschen, bewusst wird, dass wir die ganz großen Themen im Leben in keiner Weise mitbestimmen. So ein Verlust, kann einen ganz schön aus der Bahn werfen. Die Balance wieder zu finden, ist nicht immer leicht. Ganz besonders deshalb, weil durch den Verlust, die alte Bahn gar nicht mehr existiert. Das heißt, es muss sich erst einmal etwas Neues entwickeln, auf dem wir uns dann auch mal ausruhen können und geborgen fühlen dürfen.
Ein hartes Stück Arbeit
Dort hin zu gelangen, ist aber ein hartes Stück Arbeit. Daher heißt es auch Trauerarbeit. Zusätzlich erschwert, wird dieser Weg dadurch, dass der Anlass etwas ist, das wir ganz und gar ablehnen. Nie würden wir so einer Veränderung aufgrund des Todes eines geliebten Menschen auch nur im Entferntesten zustimmen. Trotz dieses enormen Widerstandes muss das Leben irgendwie weiter gehen. Da aber ein großes Vakuum entstanden ist, schaffen wir vor allem, nur noch die Dinge, die dringend nötig sind – also die Pflicht und auch die oftmals kaum – zu schaffen. Von Kür kann da noch lange keine Rede sein.
Ein herausfordernder Prozess
Ich halte es aber dennoch für eine gute Idee, wenn wir uns gewahr werden, dass wir uns in einem wichtigen Prozess befinden, in dem es wie selten so sehr um uns selbst geht, auch wenn er unglaublich herausfordernd erscheint. Daher fände ich es angebracht, wenn wir – so gut es geht und auch gegen unseren Willen – die Entstehung unseres neuen Kosmos mit gestalten. Dabei müssen Liebe und Verbindung zum Verstorbenen nicht verloren gehen. Hier geht es darum, einen anderen Weg der Verbindung zu finden und zu entwickeln, während wir den neuen Pfad unseres Lebens einschlagen und die Liebe mitnehmen.
So viel auf einmal
So viel auf einmal erneuern zu müssen und nicht zu wollen, kann uns schon mal überwältigend erscheinen. Daher ist es eine gute Idee, so gut es geht, sich im Hier und Jetzt zu befinden, um die Kraft für immer nur den nächsten Schritt aufzubringen. Das wirkt weniger einschüchternd auf unsere Seele und ermöglicht es uns, diesen schweren Weg stückchenweise zu bewerkstelligen. Dabei können kreative Methoden und Entspannungstechniken sehr unterstützend wirken. Und im Rückblick werden wir stauen, was wir alles geschafft haben. Voilà!
Intuitives Malen
Da ich für mein heutiges Journalblatt etwas gestalten möchte, wähle ich das, was ich an kreativen Techniken am Meisten mit süß und Nichtstun verbinde: Intuitives Malen. Darüber findest du in meinem Blog eine nähere Ausführung: Klick!
Wie?
Im Grunde geht es dabei darum, auf Aquarellpapier etwas Wasser- oder Aquarellfarbe großzügig zu verteilen und sie trocknen zu lassen. Als Nächstes lässt du die entstandenen Formen auf dich wirken, und dann ziehst du ganz intuitiv mit Finelinern in verschiedenen Farben wie Schwarz, Weiß, Gold, etc., Linien auf dem Papier, die dann wie zufällig zu Mustern werden.

Material
Ich habe mir Aquarellpapier passend für das Journal zurecht geschnitten. Mit dem großen Pinsel links, werde ich das Papier gleich nass machen. Da es sich dann aber stark wellen wird, befestige ich es vorher mit Malerkrepp auf der Schneideplatte aus Glas. Aquarellfarbe und Metallicmarker und Fineliner.:Hier siehst du eine große Auswahl, wobei ich wahrscheinlich vor allem den weißen Gelmarker benutzen werde.
Vorbereitung
Das Papier ist mit Malerkrepp befestigt und nass. Die Aquarellfarben sind ganz intuitiv mit Klecksen und flächig verteilt.


Farbe
Die Farbauswahl ist vor allem Blau aber heute auch mit etwas Gelb und Grün, weil es mir wichtig war, mich farblich etwas am Motiv auf der linken Seite im Journal anzupassen.
Man kann nie wissen …
… was Formen und Intuition zustande bringen.

Das Bild links ist von Janina Cornelius, das sie mir einmal überlassen hat – Danke dafür, liebe Jani! Es sieht zwar aus, wie gewollt, aber als ich die Signatur mit den verschiedenen Motiven gebunden habe, wusste ich noch rein gar nichts von den Themen, die zur Auswahl stehen würden, geschweige denn die Reihenfolge.
Aber die fleißige Biene steht auf jeden Fall für den Honig, den sie aus den Pollen produziert, den sie hier so fleißig sammelt. Süßes Nichtstun ist es dann, wenn wir sie dabei beobachten, uns daran erfreuen, uns entspannen und an den süßen Honig denken. Und wie durch Zauberhand scheinen die beiden Seiten ganz gut zusammen zu passen.

Gestern war das Thema: Stille! Und morgen wird das Thema „verträumt“ lauten. Mir kommen da gleich Wolken in den Sinn. Aber ob ich das hinbekomme? Vielleicht doch wieder digital? Mal sehen. Dabei fällt mir ein, dass es da einen Künstler gab, dessen Hauptziel bei seiner Arbeit war, die Leichtigkeit der Wolken einzufangen: Arte: Stadt Land Kunst: Eugène Boudin „König der Himmel über der Normandie“
Mehr über mich und meine Angebote
Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch Einzelcoachings, Online-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. Neu hinzu gekommen sind die kostenfreien Gruppen bei WhatsApp, Telegram und Signal weiter unten. Hier gibt es Links zu Themen, die es nicht in meinen Newsletter oder auf meinen Blog geschafft haben, bzw. Nachrichten, wenn ich wieder etwas poste.
Hier kannst du die PDF für die Traumreise „Ich bin glücklich“ herunterladen, die du dir hier direkt anhören kannst. Verschiedene Traumreisen gibt es in meinen Büchern und Seminaren.

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