Der magische Kalender: 12. Sperrnacht: Heute in der Nacht vom 19. zum 20. Dezember
12. Sperrnacht – ÜBERGANG / TOR (Rückschau auf Dezember)
Farbe: Silber – Schwelle, Zwischenraum
Kraut: Fichte / Tanne – Klarheit, frische Luft, Neuanfang
Stein: Mondstein – Zyklen, Wandel
Symbol: Torbogen
Tagesstimmung:
Atme in das silbrige Leuchten dieses Tages, als würdest du vor einer Schwelle stehen. Spür den Duft von Fichte oder Tanne und lass ihn wie eine klare Winterluft durch dich hindurchziehen. In dir formt sich ein innerer Torbogen – hinter dir das alte Jahr, vor dir noch Unbekanntes. Nimm dir einen Moment, um bewusst zu entscheiden, was mit dir durch dieses Tor geht und was dahinter bleiben darf.
Wie geht es in den nächsten Tagen weiter?
Dieses ist die letzte Sperrnacht in diesem Jahr. Weiter geht es mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember und mit dem Ritual der 13 Wünsche am 22. Dezember. Zu beiden Themen wirst du hier an diesen Tagen Beiträge finden, bevor es dann mit den 12 Rauhnächten ab dem 24. Dezember weiter geht.
Wie war die Rückschau?
Mir hat die Rückschau gut getan, auch wenn da einige schwere Monate dabei waren, bei denen es auch weh getan hat, auf sie zurück zu schauen. Wenn ich heute Nacht Rückschau auf Dezember gehalten habe, freue ich mich auf die Vorschau in den Rauhnächten für jeden Monat im kommenden Jahr. Auch da wird nicht alles einfach werden aber auch darauf versuche ich jetzt schon liebevoll zu schauen. Den Fokus darauf zu behalten, so gut es geht, alles was mir widerfährt, in mein Herz aufzunehmen und es dort zu transformieren.
Schön, dass du dich auch darauf einlässt.
Kurzer Überblick
Noch einmal zur Erinnerung: In den Sperrnächten geht es um die Rückschau auf die letzten 12 Monate, in den Rauhnächten auf die Vorausschau der kommenden 12. Monate.
Worum geht es genau?
Die Sperrnächte und Rauhnächte gehören zu den ältesten mitteleuropäischen Wintertraditionen. Ihre Wurzeln reichen zurück in vorchristliche Zeiten, als der Jahreswechsel nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich als Schwellenzeit verstanden wurde. Schon in frühen germanischen und alpenländischen Bräuchen galten diese Nächte als besondere Tore zwischen den Jahren – Momente, in denen das Alte „gesperrt“ oder abgeschlossen wurde, damit das Neue entstehen konnte.
Die 12 Sperrnächte (8.–19. Dezember) wurden in vielen Regionen als Zeit des „Wegschließens“ genutzt: Man sortierte aus, beendete offene Themen und bereitete sich auf die innere Reise der Rauhnächte vor. Die später folgenden Rauhnächte (24. Dezember bis 6. Januar) wurden traditionell als Zeit des Innehaltens, der Träume, der Reinigung und der Rückschau gesehen. Manche Bräuche schauen auf das Mondjahr mit seinen 354 Tagen und die Lücke von 12 Nächten zum Sonnenjahr – und sagen: Diese 12 Nächte gehören keinem Jahr. Sie sind Zwischenraum. Dazwischen, am 21. Dezember ist die Wintersonnenwende, die in dieser Zeit eine ganz besondere Rolle spielt.
Geführt, gefeiert oder begangen werden Sperr- und Rauhnächte heute in vielen Regionen Deutschlands, Österreichs, Südtirol, der Schweiz sowie Teilen Skandinaviens – teils spirituell, teils kulturell, teils als rein persönliche Jahresrituale. Trotz aller regionalen Unterschiede bleibt der Kern seit Jahrhunderten gleich: eine bewusste Reise nach innen, ein Abschluss des Vergangenen und ein achtsames Willkommen des Kommenden.
Ergänzung in der Adventszeit
Warum das eine hilfreiche Alternative in Trauer- und Krisensituationen zur Adventszeit sein kann, habe ich das alles in diesem Blogpost erklärt: Klick! Und wenn du keinen Tag davon verpasssen möchtest, kannst du dich in einer meiner Gruppen bei WhatsApp, Signal oder Telegram kostenfrei anmelden.
Der magische Kalender als Tagebuch
Zur Unterstützung und um sich auf die nächsten Tage darauf einzulassen, empfehle ich ein Tagebuch zu führen. Dazu habe ich auch ein magisches Tagebuch für diese Zeit erstellt. Du findest darin ein Blatt für jeden Tag und für die Rück- und Vorschau jeweils Fragen, die dir helfen können, dich auf dieses Jahrtausende alte Ritual einzulassen. Hier kannst du es kostenfrei downloaden:
Mehr über mich und meine Angebote
Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch Einzelcoachings, Online-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. Neu hinzu gekommen sind die kostenfreien Gruppen bei WhatsApp, Telegram und Signal weiter unten. Hier gibt es Links zu Themen, die es nicht in meinen Newsletter oder auf meinen Blog geschafft haben, bzw. Nachrichten, wenn ich wieder etwas poste.
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