Eine Podcastfolge über Trauer: Zu Besuch bei Patrick von Buddahweisheit

Es sollte eine ganze Podcastfolge über Trauer gehen als ich bei Patricks Podcast „Buddahweiseheit“ eingeladen war. Patrick hatte sich intensiv auf das Gespräch vorbereitet. Seine Fragen waren klar, durchdacht und ungewöhnlich ehrlich. Dadurch konnte ich Dinge ansprechen, die in vielen Interviews gar keinen Platz finden.

Wir haben uns bewusst Zeit gelassen. Der Podcast ist fast zwei Stunden lang geworden – nicht aus Absicht, sondern weil wir an vielen Punkten einfach stehen geblieben sind, da wo es wichtig wurde. Keine Eile, kein Abhaken von Themen. Das Gespräch hatte Tiefe, aber nie Schwere. Es war ruhig, offen und konzentriert. Kein Wunder kam es uns so vor, als sei die Zeit wie im Flug verstrichen.

Ein Teil des ausgiebigen Gesprächs, drehte sich auch um ein Thema, das inzwischen immer öfter aufkommt: Trauer und künstliche Intelligenz. Auslöser war eine Fernsehsendung, in der ein sterbender Mann seiner Frau eine KI-Version seiner Stimme hinterließ. Patrick wollte wissen, wie ich so etwas aus meiner Arbeit heraus einordne – fachlich, menschlich und ohne Extrempositionen.

Das hat mich dann gleich dazu verführt, mit der KI ein Bild für diesen Beitrag zu erstellen.

Wir unterhalten uns darüber, was solche „digitalen Spuren“ bedeuten können, warum sie manchen Menschen helfen und anderen nicht, und wo die Grenze verläuft zwischen Unterstützung und Ersatz.

Hier geht’s zum Gespräch: Klick!

Dass dieser Podcast jetzt in den stillen Novemberwochen erscheint, passt eigentlich gut. Viele Menschen haben in dieser Zeit ein offeneres Gespür für Fragen, die sonst leicht untergehen. Vielleicht findest du im Gespräch etwas, das dir weiterhilft oder einfach gut tut.

Der Monat beginnt mit Allerheiligen am 1. November, einem wichtigen katholischen Gedenktag, an dem man traditionell an verstorbene Angehörige denkt und die Gräber besucht. Für viele Familien ist das ein sehr persönlicher, ruhiger Tag, der den ganzen November emotional einleitet. Er markiert den Übergang in eine Zeit, in der Erinnerungen natürlicher ins Bewusstsein treten.

Mittendrin liegt der Volkstrauertag, an dem dieser Beitrag erscheint. Ursprünglich ein staatlicher Gedenktag für die Toten von Krieg und Gewalt, hat er sich längst geöffnet für eine viel breitere Form des Erinnerns. Viele Menschen nutzen ihn inzwischen für das eigene Gedenken – an persönliche Verluste, an Beziehungen, die fehlen, und an Geschichten, die einen geprägt haben. Der Tag schafft einen Rahmen, in dem man nicht stark sein muss, sondern einfach still.

Eine Woche später folgt der Totensonntag, der vor allem im evangelischen Raum eine feste Bedeutung hat. Er lädt dazu ein, bewusst innezuhalten, sei es auf dem Friedhof, mit einer Kerze oder nur mit einem Gedanken, der im Alltag oft keinen Platz findet. Es ist kein Tag, der etwas verlangt. Er bietet einen Raum, der gefüllt werden darf, so wie es für einen selbst stimmt.

Gemeinsam bilden diese drei Tage – Allerheiligen, Volkstrauertag und Totensonntag – einen Bogen. Einen Novemberbogen, in dem Erinnern erlaubt ist, in dem Trauer sichtbar werden darf und in dem man vielleicht auch spürt, dass man mit seinen Fragen nicht allein ist.

Und trotzdem wäre es gut, wenn wir diese Offenheit nicht nur im November hätten.
Trauer hält sich nicht an Kalender, und sie kommt selten dann, wenn es „passt“. Sie zeigt sich in Momenten, die uns überraschen, überfordern oder plötzlich weich machen. Sie braucht keine besonderen Tage, sondern nur die Erlaubnis, da sein zu dürfen – genau dann, wenn sie sich meldet.

Mehr über mich und meine Angebote

Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch EinzelcoachingsOnline-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. Neu hinzu gekommen sind die kostenfreien Gruppen bei WhatsApp, Telegram und Signal weiter unten. Hier gibt es Links zu Themen, die es nicht in meinen Newsletter oder auf meinen Blog geschafft haben, bzw. Nachrichten, wenn ich wieder etwas poste.

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