Art Journal Adventskalender vom 15. Dezember 2024 - 2024 in drei Worten

Art Journal Adventskalender 15. Dezember 2024 – 2024 in drei Worten!

Art Journal Adventskalender

Art Journal Adventskalender 15. Dezember 2024 – 2024 in drei Worten! Das war die Vorgabe für heute. Die täglichen Vorschläge im Advent habe ich aus dem Art Journal Club von Tamara Engem. Wie? Was? Wo? Darüber kannst du hier mehr lesen: Klick!

„Gar nicht mal so schlecht!“

Das sind fünf Worte! „Ganz gut, soweit!“ hätte ich auch nehmen können, weil es drei sind, aber auch wenn es nur ein hauchfeiner Unterschied zu sein scheint, geht es um zwei verschiedene Richtungen:

„Gar nicht mal so schlecht!“ fühlt sich für mich mehr in die Vergangenheit gerichtet an, denn wenn ich 2024 mit 2023 oder 2022 vergleiche, war dieses Jahr mega. Und das obwohl ich mich total erschöpft fühle. Denn ich erhole mich von einer Krebsbehandlung mit allem Drum und Dran, also Chemo, Immuntherapie, OP und Bestrahlung. Auch wenn es zwischendrin echt finster aussah, habe ich gute Chancen, dass ich nicht nur überlebt habe, sondern auch, dass der Krebs sich verpfiffen hat.

2022 habe ich den Tumor morgens unter der Dusche ertastet und lange Angst davor gehabt, was mir jetzt blüht, denn 2006 ist mein Lebenspartner Tom an Krebs gestorben und ich wusste, was nun auf mich zukommt. Als ich auf die passende Onkologin traf, habe ich mich dazu entschlossen, alles zu versuchen. Ein Prozess, den sicherlich viele Betroffenen durchleben.

Am 11.11. hatte ich dann akutes Leber- und Nierenversagen und hörte bereits die Englein singen. Aber weder mein Sohn, meine Onkologin, Schwester Eli und die Ärtze und Schwestern der Onkologie im Urban-Krankenhaus, waren damit einverstanden. Ohne die Situation genau zu schildern, scheint alles im letzten Moment ineinander gepasst zu haben, damit ich wieder zurück geholt werden konnte.

Während ich schon nicht mehr bei Bewusstsein war, hatten alle anderen richtig Stress, den ich gar nicht mitbekommen habe. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich bereits in wunderbarerer Harmonie und tiefem Frieden und fühlte mich im ersten Moment darin etwas gestört, als ich wieder zu Bewusstsein kam. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich begriffen hatte, was passiert und wie knapp es gewesen war.

2023 ging es weiter mit Chemos, der OP, die unglaublich gute Ergebnisse erbracht hat, einschließlich tanzen auf den Tischen vor Freude. Danach folgten weitere Immuntherapien, denn eigentlich hatte ich wenig Chancen gehabt und daher haben wir nichts ausgelassen plus die Bestrahlung.

Da es sich um einen sehr großen Tumor gehandelt hatte, bekam ich auch die doppelte Menge an Behandlungstagen. Bestrahlung und Immuntherapie sind wohl nicht ganz leicht in Kombination, also folgte eine Lungenentzündung. Es war zwar nicht so knapp, wie im Jahr zuvor aber es dauerte Monate, in denen ich mich schon sehr angezählt gefühlt habe.

Hier waren auch wieder meine Onkologin Dr. Friederike Siedentopf, ein Pulmologe und mein Strahlendoktor Dr. Hanno Koppe schwer im Einsatz, damit ich auch dieses Mal die Kurve bekam.

Anfang Januar 2024 hatte ich meine letzte Immuntherapie und versuche mich von all dem zu erholen, was echt schwieriger und anstrengender ist, als ich dachte. Es dauert auch furchtbar lang.

Bis hier hin also „Gar nicht mal so schlecht!“. Ab hier würde dann aber auch „Ganz gut soweit“ passen, denn neben der Erschöpfung wird natürlich akribisch beobachtet, ob der Krebs wirklich auch langfristig seinen Geist aufgegeben hat.

Strahlentagebuch

Eine extrem gute Nebenwirkung, dass ich 5,5 Wochen täglich zur Bestrahlung durfte, war, dass ich die Idee hatte, ein Strahlentagebuch zu entwickeln. Dr. Koppe fands prima und ab da hatten wir viel Freude an der Entwicklung unseres gemeinsamen Projekts. Wenn du mehr darüber wissen möchtest: Klick!

Das Strahlentagebuch als Journal

Eine meiner Chemo-Mitpatientinnen, nennen wir sie Regina, rief mich irgendwann im März dieses Jahres an, weil sie auf dem Weg zu unserer Ärztin war: Ein weiterer Tumor war aufgetaucht und verbreitete Angst und Schrecken. In meiner Hilflosigkeit schnappte ich die Probeausdrucke für das Strahlentagebuch und machte ein Journal für Regina daraus. Denn mit der Strahlentherapie würde man dem Tumor zu Leibe rücken wollen.

Um meinem Strahlendoktor zu zeigen, was man noch alles mit dem Strahlentagebuch machen kann, habe ich es mit zu einer unserer Besprechungen gebracht. So viel Wohlwollen hatte ich nicht erwartet. Zusammen haben wir dann für Regina das Päckchen gepackt und ich habe es losgeschickt. Als sie völlig überrascht bei mir anrief, sagte sie – ohne zu wissen, wie es verpackt worden war – dass sie das Gefühl hatte, beim Öffnen des Päckchens, ganz viel gute Heilenergie zu spüren.

Alles selbst gemacht

Du siehst im Bild die gebundene Signatur der Tagebuchseiten. Der Umschlag ist ein alter A3 Briefumschlag aus Pape, den ich mit einem salbeigrünen Kissenbezug umspannt habe, denn Reginas Lieblingsfarbe ist zur Zeit genau die. Eine schöne Borte bildet den Journalrücken und in den Innenseiten habe ich kleine Papiertaschen angebracht. Leider ist mir erst zu spät eingefallen, dass ich unbedingt diese Gummischlaufe für den Stift dran haben wollte. Also habe ich alles noch einmal auf- und von vorne gemacht. Die beiden besonders dicken Perlen habe ich aus Gießharz mit Lapislazuli und etwas Goldfolie gemacht, und sie mit anderen kleineren Perlen als Abschluss für das Band drumherum genommen. Vorne und hinten habe ich mit Acrylfarbe in Gold mit einer Schablone ein schönes Motiv darauf gemalt.

Im heutigen Adventskalenderbild siehst du rechts die Blaumeise von Janina Cornelius. Auch hier ist es wieder Zufall, dass die Farben harmonieren.

Keine Sorge

Keine Sorge, Regina und mir geht es soweit ganz gut und ich hoffe, dass wir das auch in den nächsten Jahren noch behaupten können.

Gestern war das Thema: Lebendig und morgen wird es „Sei authentisch!“ lauten. Da können wir gleich mal schauen, wie du das eine oder andere von deinem geliebten Menschen bewohren kannst.

Mehr über mich und meine Angebote

Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch EinzelcoachingsOnline-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. Neu hinzu gekommen sind die kostenfreien Gruppen bei WhatsApp, Telegram und Signal weiter unten. Hier gibt es Links zu Themen, die es nicht in meinen Newsletter oder auf meinen Blog geschafft haben, bzw. Nachrichten, wenn ich wieder etwas poste.

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