Art Journal Adventskalender
Art Journal Adventskalender 18. Dezember 2024 – Komfortzone Das war die Vorgabe für heute. Die täglichen Vorschläge im Advent habe ich aus dem Art Journal Club von Tamara Engem. Wie? Was? Wo? Darüber kannst du hier mehr lesen: Klick!
Komfortzone
Komfortzone: Wieder nicht ganz einfach, wie ich finde, obwohl es ja sehr nach einkuscheln und „Alle Fünfe grade sein lassen!“, klingt. Es wurde leichter, als mir einfiel, dass „to comfort someone“ – jemanden zu trösten bedeutet. Und da ist mir dann dieses chinesische Taschentuchtäschchen eingefallen, das natürlich rein zufällig farblich wieder sehr gut zur rechten Seite passt. Diese habe ich leider nicht selbst gemalt. Es ist einfach nur ein Ausdruck, den ich übrig hatte.
Trost
Trost bzw. Untröstlichkeit ist das, was mir bei meiner Arbeit oft begegnet, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wenn ich dann gefragt werde, was man denn tun kann, um jemanden zu trösten, dann ist wahrscheinlich die beste Lösung, eben keine Lösungen anzubieten. Denn es gibt sie einfach nicht. Man muss da durch und möglichst mit einfühlsamen Menschen im Gepäck.
Wenn jemandem in unserem Umfeld etwas Schlimmes und Erschütterndes widerfährt, kann es eine gute Idee sein, beipflichtend zu nicken und ja zum Schmerz zu sagen und ihn mitzuatmen. Dabei aus dem Täschchen ein Taschentuch nach dem anderen zu reichen, um die Tränen zu trocknen und auszuhalten, dass das Gegenüber gerade und wahrscheinlich auch auf längere Zeit, untröstlich ist.
Unsere perfekte Welt
In unserer perfekten Welt halten wir es ganz schlecht aus, wenn es Dinge gibt, die unerträglich erscheinen und wir nicht die Kontrolle darüber haben. In diesen Fällen neigen wir oft dazu, einfach irgendwie zu reagieren, um die Sache möglichst schnell vom Tisch zu haben, weil sie eben schwer auszuhalten ist.
Stattdessen wünsche ich mir, auch von mir selbst, in solchen Momenten einen kleinen Schritt zurück zu treten, um die Gesamtsituation auf mich wirken zu lassen. Denn wenn jemand gestorben ist, ist das Schlimmste schon passiert und wir können es auch nicht rückwirkend relativieren. Versuchen es aber leider trotzdem, was oft zu Unverständnis und Verletzungen von Betroffen führt.
Gut gemeint, ist nicht automatisch gut gemacht
Oft denken wir, es reicht, wenn es gut gemeint ist. Der andere wird das schon richtig einordnen. Doch wenn ein geliebter Mensch gestorben ist, fühlen sich gedankenlose Bemerkungen, egal, wie gut sie gemeint sind, auf der verwundeten Seele unerträglich an. Trauernde ziehen sich deswegen oft zurück, weil sie dem entgehen möchten. Sprechen sie es an, kommt es leider häufig zu Konflikten. Das Gegenteil von dem, was sie dringend brauchen, fliegt ihnen dann um die Ohren.
Ja zum Schicksal sagen
Unsere Übung in dem Fall ist schlichtweg, dass wir es in solchen Momenten üben müssen, ja zum Schicksals zu sagen. Das ist nach einem Verlust eines geliebten Menschen zunächst nicht möglich. Aber was wir tun können, ist, uns auf den langen Weg dorthin zu begeben. Den Tod und andere Schicksalsschläge zu verkraften, fordert uns heraus, wie nichts anderes. Wir wachsen daran, haben dabei aber eine Menge Wachstumsschmerzen. Das Einzige, was sicher bleibt, ist die Liebe.
Es gibt eine sehr schöne CD von den Meystersingern, die Trost heißt: Klick!
Gestern war das Thema: Bewusst und morgen wird es „himmlisch“ sein. Da fällt mir eine Menge ein. Ich glaub, da wird es eher schwierig sein, sich für etwas zu entscheiden.
Mehr über mich und meine Angebote
Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch Einzelcoachings, Online-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. Neu hinzu gekommen sind die kostenfreien Gruppen bei WhatsApp, Telegram und Signal weiter unten. Hier gibt es Links zu Themen, die es nicht in meinen Newsletter oder auf meinen Blog geschafft haben, bzw. Nachrichten, wenn ich wieder etwas poste.
Hier kannst du die PDF für die Traumreise „Ich bin glücklich“ herunterladen, die du dir hier direkt anhören kannst. Verschiedene Traumreisen gibt es in meinen Büchern und Seminaren.
