Juni – der Rosenmonat
Egal. ob Wildrosen oder Kulturrosen, jetzt ist Rosenzeit und sie blühen überall – die Rosen. An der Ostsee findet man jetzt unglaublich viele Hecken aus Wildrosen (auch Hundsrose oder Hagebutte). Ihr betörender Duft ist allgegenwärtig und begleitet dich auf deinem Weg.
Rosen werden seit über 2.000 Jahren gezüchtet und waren bereits ca. 2.000 v.Ch. nachweislich im Orient und Asien bekannt. Ihrem duftenden Öl werden Heilkräfte nachgesagt.
Mich hat ihre Magie schon als kleines Mädchen für sich eingenommen, denn wir hatten eine besonders schön duftende Rose bei uns im Garten die „Duftwolke“. Auf meiner Dachterrasse gedeihen allerdings neuere Züchtungen, die aber weniger anfällig sind, in Kübeln und duften gerade umwerfend gut. Daher habe ich mich dazu entschlossen, über die Rose eine kleine dreiteilige Serie zu schreiben. Im ersten Teil geht es darum, wie man mit Rosenblättern räuchert. Der zweite Part zeigt, wie ich Rosenseife mache und im dritten Beitrag geht es um selbst gemachten Rosenbalsam.
Goethe und die Rosen

Man kann behaupten, dass Rosen die Lieblingsblumen von Johann Wolfgang von Goethe waren. In seinem Garten in Weimar wuchsen sie in den verschiedensten Varianten in großer Fülle. Kletterrosen rankten sogar bis zum Dach seines Hauses und sein Gärtner bekam von Goethe regelmässig Anweisungen, wie mit den Pflanzen zu verfahren sei.
Seine Geliebte, Charlotte von Stein, erhielt jahrelang immer die ersten Rosen aus seinem Garten verehrt und die Botanik allgemein war für Goethe mehr als ein Steckenpferd. Natürlich gibt es auch eine Rosensorte mit seinem Namen.
Buchtipp

Mein Lieblingsbuch über Rosen ist „Rosenmedizin“ von Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg, Susanne Schütte und Kurt Ludwig Nübling. Diese drei haben einen unglaublichen Schatz an Wissen über die Rose zusammengetragen und wunderbar übersichtlich und gut anwendbar für uns aufbereitet. Ich nehme es jedes Jahr während der Rosenblüte freudig zur Hand und entdecke immer wieder Neues. Beim Lesen erscheint es mir so, als gäbe es für alles und jedes Wehwehchen ein Rosenrezept. Gerde bin ich wieder auf ein gutes Rezept bei Traurigkeit gestoßen. Denn es fällt mir jedes Jahr schwer, halbverblühte Rosen auszuputzen und dem Mülleimer zu überlassen.
Was haben Rosen mit Trauer zu tun?

Im Buch „Rosenmedizin“ steht auf Seite 242 auch etwas über Trauer:
Trauer / Traurigkeit
Rosenrauch macht das Leben wieder hell
Sie gehört zu den wichtigsten Gefühlen des Menschen, so wie Freude oder Zorn. Wir sollten die Trauer zulassen. Wenn wir uns mit dem Verlust beschäftigen, verarbeiten wir ihn innerlich besser. Oft kommen wir ganz allmählich zu einer neuen Einschätzung. ….Wir denken durch die Trauerphase oftmals um, bewerten das Ereignis, aber auch uns selbst und unsere Zukunft komplett neu. Das geschieht nicht von heute auf morgen, aber mit der Zeit.
Heilrezept

Eine Handvoll getrocknete Rosenblütenblätter auf ein Edelstabsieb in einem Räucherstövchen geben. Kerze anzünden und etwa 15 Minuten mit geschlossenen Augen den Rosen-Räucherduft tief einatmen. (aus Rosenmedizin S. 242)
Ich habe die gesamte Rosenblüte getrocknet, mit wenigen Tropfen Rosenduftöl beträufelt und sie, wie auf dem Bild oben, in eine feuerfeste Metall-Schale auf eine entzündete Räucherkohle platziert. Und tatsächlich erleichtert dieses schöne Ritual schnell wieder bei sich selbst und den gerade wichtigen Gefühlen zu sein.
Fernsehtipp: Der Rosengarten von Madame Vernet
Dieser entzückende französische Film von 2020 läuft morgen am 15. Juni 2024 um 14.45 Uhr beim MDR und wird dort am 16. Juni nachts um 1.45 Uhr wiederholt. Ebenfalls zu sehen beim WDR am 28. Juni um 0.30 Uhr oder beim NDR am 14. Juli um 12.45 Uhr oder noch ca. drei Tage in der ARD-Mediathek.
Der Rosengarten von Madame Vernet‘ steht im Mittelpunkt der französischen Komödie. Für die von César-Preisträgerin Catherine Frot gespielte Titelheldin bedeutet der Überlebenskampf ihres Kleinbetriebs gleichzeitig die Möglichkeit, aus dem übergroßen Schatten ihres verstorbenen Vaters zu treten. Als fordernde und zugleich einfühlsame Mentorin hilft sie ihren Mitarbeitern, an sich zu glauben und die zweite Chance im Leben gemeinsam zu nutzen. Mit Gefühl für die Figuren erzählt Regisseur und Drehbuchautor Pierre Pinaud eine wohltuende Geschichte von Mut, Zusammenhalt und Optimismus.
Zum zweiten Teil geht es hier weiter: Klick! Und den dritten Teil der Rosen-Trilogie findest du hier: Klick!
Mehr über mich und meine Angebote
Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch Einzelcoachings, Online-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten.
Hier kannst du die PDF für die Traumreise „Ich bin glücklich“ herunterladen, die du dir hier direkt anhören kannst. Verschiedene Traumreisen gibt es in meinen Büchern und Seminaren.

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