Schreiben im Frühling

Schreiben ist wichtig für unsere Psychohygiene. Schreiben im Frühling und In Zeiten in denen wir uns gut fühlen, hilft es uns auszudrücken und uns zu verstehen. Besonders in Lebensphasen, in denen unsere Seele von schweren Gefühlen und Schicksalsschlägen belastet ist, kann schreiben uns entlasten – uns Halt und Struktur geben. Schreiben dokumentiert Ereignisse und Stimmungen. Das Papier ist unglaublich geduldig, verständnisvoll und ohne Urteil oder Anspruch an einen guten Stil oder an eine perfekte Orthographie. Es nimmt Wortfetzen, wie sie kommen und besteht nicht auf vollständige Sätze.

In meinem Online-Fastenseminar „Frühlingsgefühle“, das am Gründonnerstag zu Ende geht, gibt es während der Fastenzeit in jeder Woche einen besonderen Schwerpunkt. In der letzten Woche war es das Thema: „Was ich schon immer einmal machen wollte“. Ich profitiere natürlich auch selbst jedes Jahr davon. Schon lange wollte ich bei Barbara Pachl-Eberhart an einem Schreibseminar teilnehmen und habe mir diesen Wunsch endlich erfüllt und bei ihr „(Un-)endlich schreiben!“ gebucht.

Schreiben im Frühling

Letzte Woche in Barbaras Live-Schreib-Zoom haben wir die Übung: Schreiben im Frühling bekommen. Mein Ergebnis möchte ich gerne mit dir teilen. Überhaupt lieben alle TeilnehmerInnen diese Schreib-Zooms und versuchen möglichst keinen davon zu verpassen. Und es gibt auf der Kurs-Plattform zusätzlich eine Fülle von Schreibübungen. Täglich wird dir sogar eine neue vorgeschlagen. Das Schöne daran ist, dass sie alle von Barbara auf ihre wunderbar lebendige Art in einem kleinen Video so erklärt werden. So dass du das Gefühl haben kannst, mit Leichtigkeit etwas Magisches aus dir hervor holen zu können. Wir alle staunen immer, was Barbara aus uns rauslockt und wie leicht es sein kann, sich auszudrücken. Dabei ist das Motto unter Anderem: Du sollst schreiben, auch wenn du nichts zu sagen hast. Und wenn du dir dann endlich einmal selbst zuhörst, kannst du staunen, dass du doch eine ganze Menge zu sagen hast. 

Mein Text ist aus der Übung zum Thema letzter Woche: Schreiben im Frühling. Wir hatten 20 Minuten Zeit und es ist immer wieder erstaunlich, wie auch die Dynamik im Schreib-Zoom dafür sorgt, dass Worte ihren Weg nach draußen finden, die wir sonst nie gesagt oder geschrieben hätten.

Frühling

Schreiben im Frühling

Gestern dachte ich, so wie in den letzten zwei, drei Jahren von Corona, Krieg und Krebs: Der Frühling kommt einfach und er webt und spinnt seine grünen Fäden völlig unvoreingenommen.

Alles, was sich nicht bewegt, versucht er zu begrünen. Panzer, die nun achtlos herumstehen, weil sie kaputt geschossen und ausgebrannt sind, werden in den nächsten Jahren einfach überwuchert sein, Schiffwraks ähneln und wie Kunstwerke dastehen, die Mahnen und die Schönheit des Lebens unterstreichen – ganz egal, was gerade sonst noch so los ist.

Dieses Erkennen, wie sehr ich mich im Prinzip auf das Leben verlassen kann, tröstet mich und macht mir Mut.

Als ob nie etwas gewesen wäre, wird die Luft lau und duftet. Vögel zwitschern so, als wollten sie die letzten Monate vergessen machen. Wenn sie mich wecken, freue ich mich.

Ich staune über die Frühblüher jedes Jahr neu und denke: Die Erde braucht uns nicht aber wir brauchen die Erde. Um Erfahrungen zu machen, bietet sie uns den Raum. 

Ich würde gerne lernen, ihn noch besser zu nutzen. Ganz besonders jetzt im Frühling ist es wie ein Neustart, der sich schon zu Silvester angekündigt hat.

Gerade tränkt ein kleiner Landregen die Erde und sorgt dafür, dass alles einen guten Start erhält. Einen guten Start, aber wofür? Wofür genau?

So genau kann ich es nicht sagen. Aber es liegt eindeutig Verheißung, als könnte ich nach ihr greifen, in der Luft.

Ein guter Moment, die Sinne zu öffnen, um zu verstehen, was sie mir sagen möchte. Auf jeden Fall sind Frühling und Verheißung für alle da und niemand kann sie oder den Frühling kaufen, verschieben oder abschaffen. Einfach niemand kann sich hier einmischen.

Mich dem Frühling hingeben, das kann ich. Sonne und Wonne tanken und meine Vorhaben damit aufladen und befeuern. Das kann ich und ich brauche dafür nichts weiter zu tun, als nur da zu sein. 

Mehr über mich und meine Angebote

Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch EinzelcoachingsOnline-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. 

Hier kannst du die PDF für die Traumreise „Ich bin glücklich“ herunterladen, die du dir hier direkt anhören kannst. Verschiedene Traumreisen gibt es in meinen Büchern und Seminaren.

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