Wer hat’s erfunden? Mini-Serie 2. Teil

Im 2. Teil der Mini-Serie zum Kartenset DBT-Skills to go! von Eva Knöpfler geht es um Marsha M. Linehan, die DBT entwickelt hat.

DBT Dialektisch-Behaviorale-Therapie von Marsha M. Linehan

Im ersten Beitrag der Mini-Serie DBT-Skills to go! bin ich auf den Sinn und Zweck dieser Karten eingegangen.

Marsha M. Linehan

Wenn man sich mit DBT – der Dialektisch-Behavioralen-Therapie – beschäftigt, fällt der Schwerpunkt Borderline-Störung auf und das hat einen Grund, denn die spätere Professorin für Psychologie an der Universität Washington in Seattle Marsha M. Linehan fiel mit 17 Jahren nicht nur auf, weil sie eine gute Schülerin und Klavierspielerin war. Sie begann damit, sich selbst zu verletzen. Es folgte 1961 die Fehldiagnose Schizophrenie samt Psychopharmaka, Psychoanalyse und Elektro-Krampf-Therapie über ganze 26 Monate hinweg. In einem Interview mit der New York Times 2011 erzählte sie von ihrer Borderline-Störung unter der sie damals eigentlich litt.

Was ist eine Borderline-Persönlichkeits-Störung

Eine Borderline-Persönlichkeits-Störung ist eine psychische Erkrankung und geht unter Anderem mit Impulsivität und raschen Stimmungswechseln einher. Dazu gehört auch selbstschädigendes Verhalten, Gefühle innerer Leere, Dissoziationserlebnisse und Angst vor dem Verlassenwerden. Symptome der BPS können durch Situationen ausgelöst werden, die andere als normal empfinden. Das kann dafür sorgen, dass Gefühle, Denken und Handeln davon beeinträchtigt werden. So werden von Nichtbetroffenen Verhaltensweisen sich selbst gegenüber und in sozialen Beziehungen oft als paradox und sehr irritierend empfunden. Da es im Zuge dessen auch zu Selbstverletzungen, Suizidandrohungen und auch deren Durchführung kommen kann, beeinträchtigt dies die Lebensqualität von Betroffenen und Angehörigen oft erheblich.

Erschwerend hinzu kommen häufig weitere psychische Störungen wie Depressionen, Aufmerksamkeitsdefizite, Hyperaktivität, Posttraumatische Belastungsstörungen (PBS), Essstörungen, Suchtverhalten und andere Persönlichkeitsstörungen.

Wie kann es zu einer Borderline-Erkrankung kommen?

Hervorgerufen kann diese psychische Erkrankung durch frühkindliche traumatische Erlebnisse, wie körperliche und seelische Gewalt und Missbrauch.

Ein Cocktail an Belastungen, das eine enorme Herausforderung für eine zarte Kinderseele bedeutet und zu schweren Folgen führen kann. Überlebende haben oft eine lange Geschichte von Verzweiflung und Therapien hier sich. So auch Marsha M. Linehan, die ihren Leidensweg als Anlass gesehen hat, daraus eine Technik zu entwickeln, die auf andere Betroffene in ihren schweren Zuständen stabilisierend wirken können.

Vor Menschen, die aus ihren Krisen und Belastungen, die ihnen das Leben auferlegt hat, für sich selbst und andere Chancen und Möglichkeit entwickeln, habe ich immer einen großen Respekt.

Daher freut es mich ganz besonders, dass ich hier das auf der DBT-Technik von Marsha M. Linehan basierende Karten-Set „DBT-Skills to go!“ von Eva Knöpfler vorstellen kann, das von Renate Alf illustriert wurde.

DBT-Skills zu trainieren ist in für uns alle hilfreich

Diese Technik und Karten helfen nicht nur Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, sondern uns allen, wenn das Leben unsere Seelen so stark dehnt, dass wir Angst haben, daran zugrunde zu gehen.

Im nächsten Beitrag gehe ich genauer auf den Begriff Skills ein: Was sind Skills?

Die Karten sind als Ergänzungen für den Alltag gedacht. Sie decken einen Teil des ganzen Spektrums der DBT-Methode ab. Skillkarten, die für die individuelle Situation als hilfreich erscheinen, können leicht mitgenommen und als Gedankenstütze genutzt werden. Natürlich ersetzen sie keine Therapie oder Therapeut:innen. Rat gibt es beim Dachverband DBT.

Mehr über mich und meine Angebote

Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch EinzelcoachingsOnline-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. 

Hier kannst du die PDF für die Traumreise „Ich bin glücklich“ herunterladen, die du dir hierdirekt anhören kannst. Verschiedene Traumreisen gibt es in meinen Büchern und Seminaren.

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