Art Journal Adventskalender
Art Journal Adventskalender 23. Dezember 2024 – Stiller Geist. Das war die Vorgabe für heute. Die täglichen Vorschläge im Advent habe ich aus dem Art Journal Club von Tamara Engem. Wie? Was? Wo? Darüber kannst du hier mehr lesen: Klick!
Stiller Geist
Ganz gleich, ob jemand eher introvertiert oder extrovertiert veranlagt ist, bei meiner Arbeit begegnen mir Menschen, die es bedauern, ihrem geliebten Menschen vor seinem Tod zu viel oder zu wenig gesagt zu haben.
Zu viel oder zu wenig
Damit meine ich, dass viele bereuen, sich hier und da gestritten zu haben, obwohl es sich meistens um Kleinigkeiten gehandelt hat. Oder sie sind unendlich traurig darüber, dass sie mit Liebeserklärungen und Anerkennung zu zurückhaltend gewesen sind.
Zu laut oder zu leise
Egal, ob wir laut oder leise sind. Ganz gleich, wie es in unserer Gesellschaft bewertet oder gewünscht wird, wir sind nicht voll kommen – können es nicht sein. Denn unsere Ansichten und die unseres Umfeldes scheinen sich ständig, wie ein Fähnchen im Wind, zu ändern. Oft ist unklar, was gerade jetzt von uns erwartet wird und welche Regel gilt. Denn es gibt von den Regeln, die wir nie ganz kennen, Ausnahmen. Alles scheint von einer willkürlichen moralischen Instanz überwacht und kontrolliert zu werden. Für Katholiken ist es das „Goldene Buch“, in dem jede Sünde, sei sie auch noch so klein, jeder winzige Fehltritt, übergroß verzeichnet wird. Die guten Taten kommen da auch irgendwie hinein aber doch eher unter ferner liefen, denn perfektes Verhalten gilt als Voraussetzung und wird selbstverständlich erwartet. Für Freudianer ist es das „Über-Ich“ und für die Esoteriker das „Höhere Selbst“. Egal wie, es wird damit für unnötig Stress für Körper, Geist und Seele gesorgt.
Zu farblos oder zu schillernd
Da wären ja auch noch das Modediktat und die Vorstellungen eines Schönheitsideals, von dem man auch nie genau wissen kann, was denn nun gerade Phase ist. Fallen wir nicht weiter auf, weil uns Äußerlichkeiten nicht so wichtig sind, werden wir als Mauerblümchen abgestempelt, falls wir überhaupt wahr genommen werden. Kommen wir bunt und schillernd daher, gelten wir als nazistische und schrille Persönlichkeit, die alles tut, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Das kann ein Dilemma sein.
Schuld und Perfektion
Übrig bleiben Menschen, die viel zu viel Zeit damit beschäftigt sind, sich oder anderen die Schuld dafür geben, nicht perfekt zu sein.
Pause von alldem
Ein stiller Geist könnte aber bedeuten, dass die Schuldfrage und das Bestreben nach Perfektion endlich einmal Pause haben.
Wie würde es sich anfühlen, wenn wir zumindest für ein paar Momente am Tag, unser inneres und das äußere Geplapper nicht mehr wahrnehmen würden, weil unser Geist ganz still geworden ist und in sich ruht?
Was wäre, wenn …
Was wäre, wenn alles, so wie es ist, richtig und in Ordnung wäre? Wenn alles seinen Platz hätte, auch wenn wir persönlich es anders bewerten. Was wäre, wenn wir uns, und andere uns genügen würden, so wie wir, so wie sie sind?
Womit würde sich so ein stiller Geist dann beschäftigen? Auf den nächsten Atemzug achten? Die Luft tief in die Lungen einatmen und sie dann ganz und gar wieder ausatmen, damit die alte Luft ausgetauscht wird? Frische Impulse kämen womöglich damit in Körper, Geist und Seele und neue Gedanken, Gefühle und Ansichten. Daraus würden dann andere Verhaltensweisen erwachsen. Das wäre schön!
Dabei könnte dir die „4 – 7 – 8 – Methode“ helfen. Du atmest ein und zählst dabei langsam bis vier. Dieses Tempo beim Zählen behältst du bei und zählst bis sieben, während du den Atem anhältst. Beim Ausatmen zählst du im gleichen Tempo bis acht.
Wenn du so ein paar Minuten am Tag atmest, kannst du damit den Blutdruck senken, deinen Herzschlag verlangsamen und ein Gefühl von Entspannung und Ruhe fördern. Wenn du dabei jetzt auch noch in der Natur bist oder aus dem Fenster auf Bäume und Blumen schaust, hast du einen noch größeren Effekt.
Gestern war das Thema: Präsenz und morgen wird es „Dein Wort für 2025“ sein. Dieses Thema streben wir alle sehnsüchtig an und bekommen oft so wenig davon hin.
Mehr über mich und meine Angebote
Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch Einzelcoachings, Online-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. Neu hinzu gekommen sind die kostenfreien Gruppen bei WhatsApp, Telegram und Signal weiter unten. Hier gibt es Links zu Themen, die es nicht in meinen Newsletter oder auf meinen Blog geschafft haben, bzw. Nachrichten, wenn ich wieder etwas poste.
Hier kannst du die PDF für die Traumreise „Ich bin glücklich“ herunterladen, die du dir hier direkt anhören kannst. Verschiedene Traumreisen gibt es in meinen Büchern und Seminaren.

