Website-Icon Eva Terhorst – Krisen- und Trauerbegleiterin

Sommersonnenwende, Vollmond und Carpe Diem! Ein besonderes Ritual

Carpe Diem?

Sommersonnenwende, Vollmond und Carpe Diem! Wie soll das gehen? Carpe Diem ist so easy dahingesagt. Selbst unter einfachen Bedingungen ist es nicht leicht, den Tag so zu nutzen, dass wir das Gefühl haben, er sei optimal genutzt. Und wie soll das einem Menschen gelingen, der gerade trauert und die Zeit ohne seinen geliebten Menschen täglich eher wie eine Belastung empfindet? Genau dafür habe ich mir etwas überlegt. Wie es dazu gekommen ist und wie es funktioniert, kannst du hier lesen:

Wie kommt es zu diesem Blogbeitrag?

Manche von euch, die hier mitlesen, Einzelcoachings oder Seminare bei mir buchen, wissen, dass ich an einem Roman arbeite und mich deswegen bei einem Schreibkurs „Dein Leben als Buch“ von Barbara Pachl-Eberhart angemeldet habe. Wir kennen uns schon länger und ich werde nicht müde, ihre Bücher, Kurse, Vorträge und Ideen mit euch zu teilen. Jetzt hat die Gute noch die Möglichkeit eröffnet, ohne Zusatzkosten auch am Kurs „Unendlich Schreiben“ (zwei zum Preis von einem) teilzunehmen und so kommt es, dass ich nun gleich zwei wunderbare Schreibkurse an der Backe habe. So auch gestern, sogar gleich hintereinander. Bei dem einen arbeiten wir daran, ein Buch zu schreiben, bei dem wir durchaus auch Regeln beachten müssen, bei dem anderen Kurs dürfen wir nach Herzenslust tun, wonach uns gerade ist. Eine sehr gute Kombination, um ins Schreiben zu kommen, sich mehr zu trauen und auszuprobieren. Alles ganz leicht und jenseits von Perfektionismus, dafür aber Raum für das, was wirklich zählt und Kraft hat. Natürlich gibt uns Barbara immer wunderbare Impulse und Übungen, auf die wir im Leben nicht selbst kommen würden. So erklärt sich, dass ich in einen Schreibfluss geraten bin, an dem ich dich heute teilhaben lassen möchte. Schau gerne, ob diese Kurse nicht auch für dich passend sein können.

Gestern gab es also im Zoom-Meeting die Aufgabe, einen Text zu schreiben, in dem wir das „Ja, aber …“ vermeiden, indem wir „Ja, und …“ stattdessen verwenden. Dieses „Ja, aber …“ mag ich auch nicht sehr und dennoch fiel es mir schwer, „Ja, und …“ ersatzweise zu nehmen. Erst als ich damit begann: „Und ja, …“ zu benutzen, entstand beim Schreiben ein Gefühl, das mir zusagte und es entwickelte sich die Idee zum Midsommer-Ritual an diesem Vollmond, der kommende Nacht um 3:07 Uhr sein wird. Dem Zusammentreffen beider Ereignisse schreibe ich durchaus Magie zu. Und ja, Magie ist auch etwas, was wir dringend benötigen, wenn wir traurig sind und / oder schwere Krisen zu durchleben haben.

Barbara brachte das Beispiel – und wer Barbara Pachl-Eberharts Geschichte kennt, dem ist klar, dass sie weiß, wovon sie spricht, wenn es um Verluste geht – dass sie sich in ihren schweren Zeiten einfach manchmal getraut hat, sich zu fragen: „Was würde ich jetzt tun, wenn ich gerade glücklich wäre?“ Und tatsächlich kamen ihr dann Ideen, die ihr dabei helfen konnten, ihren durch die Trauer eingeschränkten bzw. anders fokussierten Horizont, wieder ein wenig, wenn auch nur vorübergehend, neu zu kalibrieren. Denn das gehört dazu, dass wir in unsere alten Muster zurück fallen, ganz besonders wenn sie so starke Auslöser wie den Tod eines geliebten Menschen haben. Daher dürfen wir, wann immer wir bemerken, dass wir wieder traurig sind, die Trauer da sein lassen und sie liebevoll dazu einladen, sich gemeinsam mit uns, wieder ein wenig mehr in die Helligkeit zu trauen.

Warum sind Rituale wichtig?

In meinem Text ging es um genau das Sommersonnenwende-Ritual, das gestern am 20. Juni war und in den folgenden Tagen bis zum 24. Juni überall gefeiert wird. Ich war auf der Suche nach einer Idee, wie ich die zusätzliche Magie durch den Vollmond, ganz besonders nutzen könnte. Diese Jahr ist der Vollmond am 22. Juni am vollmondigsten, wenn ich noch ziemlich tief schlafe.

Und ja, Rituale sind wichtig, weil sie Halt geben und bestimmten Ereignissen in deinem Leben oder um dich herum, Bedeutung geben. Rituale können und deine Aufmerksamkeit auf Wichtiges lenken. Und du kannst über die Jahre hinweg auch nachfühlen, wie du dich veränderst.

Also bereite ich alles vor und stelle mir den Wecker, denn Rituale sind wichtig. Midsommer bedeutet, dass schon die Kelten den längsten Tag des Jahres feierten. Es ist der Tag des Lichts und der Fülle. Die Kraft der Sonne steht in ihrem Zenit und die Natur platzt geradezu mit ihren Blüten und Früchten aus all ihren Nähten. Die Zeit des Mangels ist vorbei und wir dürfen aus dem Vollen schöpfen. Da ist es wichtig, dass wir diese Kraft aufnehmen uns in uns speichern (Vorräte anlegen), denn die dunkle und kalte Jahreszeit wird kommen, in der wir dann ganz erleichtert sein werden, wenn wir endlich den kürzesten Tag, die Wintersonnenwende des Jahres feiern und ab dann die Tage endlich wieder heller werden.

Wie kann ich sie auch in traurigen Zeiten positiv nutzen?

Für Trauernde können sich Frühling und Sommer ganz anders als gewohnt anfühlen. Betroffene sind oft so traurig, dass sie sich auch über die Wärme, das Licht und die Fülle nicht wirklich freuen können oder eben ganz besonders traurig sind, dass sie diese eigentlich wundervolle Zeit nicht mehr mit ihrem geliebten Menschen erleben dürfen. Das sind krass erschwerte Bedingungen und aus meiner Sicht bedarf es da besonderer Aufmerksamkeit und Magie, die wir ganz bewusst, besonders in schweren Fällen, hinzuziehen können.

Wie soll das gehen?

Sicherlich gibt es verschiedene Herangehensweisen und ich schlage vor, dass du dich heute den Tag über auf die kommende magische Nacht vorbereitest. Triff Entscheidungen und bereite diese vor. Ich habe mich dafür entschieden, meinen Wecker auf drei Uhr zu programmieren, um um 3:07 Uhr, so gut es geht, wach zu sein. Als ich in der Schreibübung, die ich oben erwähne, damit begann, mir zu überlegen, was ich mir in dieser Nacht wünschen würde, startete direkt das kleine Wunder, denn mein Schreibfluss durch das „Und ja, …“ erlaubte mir, mich mehr zu trauen. Aus dem Wunsch entwickelte sich ein Wunschtagebuch und aus dem Wünschen ein Segen.

Die Magie des Augenblicks

Ich werde also heute Nacht gegen 3:07 Uhr einen Zettel in Rauch aufgehen lassen, der nach Weihrauch und Rosen duftet, auf dem steht: „Ich segne den Moment, an dem ich die Idee hatte, jeden Morgen mit einem Segen zu beginnen, den ich dann in ein Segenstagebuch schreibe.“

Ich weiß nicht, wie es dir mit meinem Vorschlag ergeht und ob du eigene Ideen hast. Gerne kannst du mein Ritual für dich verwenden. Dadurch wird es nicht kleiner. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass es dadurch größer wird. Ich stelle mir vor, dass sich dein und mein Ritual und die der anderen kosmisch verbinden und dadurch intensiver werden. Es wird uns stärken, jeden Tag mit einem Segen zu beginnen und ihn dadurch manifestieren, in dem wir ihn in einem ganz besonderen Buch extra dafür aufschreiben. Wir werden uns täglich darin üben, Segen für uns und unser Leben zu erdenken, zu schreiben und zu fühlen. Achte darauf, vor allem dich und deinen Tag zu segnen und dann denke erst an andere. Bitte sei dabei vor allem auf dich fokussiert, denn es ist dein Ritual und dein Leben, um das es geht.

Und ja, dann hat Barbara noch ganz zum Schluss, als wir uns im Zoom-Treffen verabschiedet haben, darauf hingewiesen, dass sie in einem Buch gelesen hat, dass es nur 17 Sekunden braucht, um ein gutes Gefühl in dir zu verankern. Das heißt also, dass du und ich uns jetzt morgens in unsere Segen einfühlen können und dieses gute Gefühl für 17 Sekunden in uns spüren. Und ja, so wird mit jedem weiteren Tag ein Leben entstehen, in dem wir mehr tun, als es nur auszuhalten und traurig zu sein. Wir gestalten selbst und aktiv, was wir wünschen und die Magie der Midsommernacht und des Vollmonds können uns bis zum nächsten längsten Tag des Jahres tragen. Ich bin sehr gespannt, was sich dann alles durch unsere Segenstagebücher verändert hat.

Ein Büchlein selbst gestalten

Vor einer Weile habe ich die Idee von Barbara aufgegriffen: Ein Erinnerungsbüchlein zum selbst machen. Du siehst, ich bediene mich auch an den Ideen anderer und gebe auch noch damit an. Also, kannst du dich hier auch sehr gerne bedienen.

So ein Heftlein ist schnell gezaubert, kostet nicht viel und dadurch, dass du es selbst gestaltest, hat es trotzdem einen ganz besonderen Wert. Eine gute Ausgangssituation, um einen neuen Weg zu beschreiten. Dabei nimmst du die Trauer und den Schmerz mit und gestaltest für dich die Möglichkeit, dass sie sich mit der Zeit verändern dürfen. Du kannst und darfst beeinflussen, was du dir für dein Leben wünschst und du darfst Rituale haben, um deine Wünsch zu bekräftigen und in sie hinein fühlen und sie dir bis ins Detail ausmalen, wie es ist, wenn sie wahr werden.

Und ja, du brauchst keine Angst zu haben, dass wenn es dir irgendwann wieder besser geht, die Liebe zu deinem verstorbenen Menschen weniger wird. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall, denn wenn die Trauer sich nach angemessener Zeit zurückziehen darf, kannst du die Liebe wieder deutlicher fühlen.

Mein Segensbuch

Nachdem ich das alles aufgeschrieben hatte, konnte ich es mir gestern nicht verkneifen, selbst noch ein neues Büchlein dafür zu gestalten. Du siehst, das kann leicht und schnell gehen. Und ja, ich hatte eine Menge Schnickschnack dafür in meiner Bastelecke und es ist etwas pompös und kitschig geworden.

Die Zutaten

Wie ich das mit dem Einbinden gemacht habe, kannst du hier nachlesen: Klick! Anderes habe ich durch YouTube-Videos gelernt. Und wenn du genau hinschaust, siehst du zwei Glitzersteinchen. Leider habe ich mit dem Sekundenkleber gekleckert und die entstandenen Flecken strahlen nun um die Wette.

Und ja, Carpe Diem! Lass dich inspirieren, mach mit und machs nach und schick mir gerne ein Foto davon an info@eva-terhorst.de.

Mehr über mich und meine Angebote

Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch EinzelcoachingsOnline-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. Neu hinzu gekommen sind die kostenfreien Gruppen bei WhatsApp, Telegram und Signal weiter unten. Hier gibt es Links zu Themen, die es nicht in meinen Newsletter oder auf meinen Blog geschafft haben, bzw. Nachrichten, wenn ich wieder etwas poste.

Hier kannst du die PDF für die Traumreise „Ich bin glücklich“ herunterladen, die du dir hier direkt anhören kannst. Verschiedene Traumreisen gibt es in meinen Büchern und Seminaren.

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