Website-Icon Eva Terhorst – Krisen- und Trauerbegleiterin

„Vorsicht, Stufe!“

20 Jahre behinderte Cartoons von Phil Hubbe

Zu 100% behindert!

Lesen sei eine „täglich praktizierte Bereitschaft“ die „eigene Blase zu verlassen“ oder die „eigene Perspektive in Frage zu stellen“, so der Kanzler bei der Eröffnung der diesjährigen Buchmesse in Leipzig. Und das ist das, was dieses Buch „Vorsicht, Stufe“ von Phil Hubbe kann: Es hilft uns unkompliziert und leicht, unseren Blickwinkel zu verändern. Vermutlich sogar so, dass wir es noch nicht einmal bemerken, weil es lustig ist ohne, dass wir dabei auf Kosten anderer lachen.

Es ist eine ganze Weile her, da hatte Phil Hubbe sich netterweise bereit erklärt, mit mir eine Folge für meinen Podcast zu machen. Denn bei einer Ausstellung meines Lieblingsbücherladens mit Cartoons über den Tod, waren mir auch seine aufgefallen, über die ich echt lachen musste. Leider war die Umgebung so laut, dass ich die Aufnahme nicht nutzen konnte. Er selbst stellte erstaunt fest, dass er erst damit begann, mir die wirklich interessanten Geschichten zu erzählen, als das Mikro schon längst aus war.

Phil ist aus Magdeburg und in seinen frühen 20ern an MS erkrankt. Dies hat seine Wahrnehmung für das Leben, den Tod, Krankheiten und Behinderungen geschärft, was sich dann auch ab 1992 in seinen wirklich treffenden Bildchen zeigte. Schnell zeichnete er sich in unser Bewusstsein und in die Herzen hinein. Seine Kunst ist aus unserer Medien- und Kulturlandschaft nicht mehr weg zu denken.

Ich staune bei seinen Zeichnungen darüber, wie es ihm gelingt, immer wieder neue Ideen zu haben, den erschwerten Alltag von Behinderten so leicht und locker darzustellen. Damit macht er es uns einfach, den Blickwinkel ohne den moralischen Zeigefinger von uns Nichtbetroffenen zu verändern. Im Gegenteil, wir schmunzeln oder lachen sogar darüber und fühlen uns berührt – so ganz menschlich. Ganz große Kunst.

Jetzt ist sein neues Buch im Lappan-Verlag herausgekommen „Vorsicht Stufe“, denn er hat sein 20-jähriges Cartoon-Jubiläum. Wenn du dem Link folgst: Klick!, kannst du ein paar seiner Zeichnungen anschauen und auch das wirklich gelungene Vorwort von Raúl Krauthausen lesen. Die beiden sind seit einiger Zeit Freunde und engagieren sich für Inklusion und Barrierefreiheit. Deshalb ist dieses Buch zu stolzen 100% behindert, findet Phil, denn auch das Vorwort ist von einem behinderten Menschen geschrieben, der sich als Aktivist bei Sozialhelden e.V. bezeichnet.

Viel mehr außer „Kauft euch das Buch und lasst euch davon ein klein wenig verändern, während ihr Spaß habt“ ist dazu nicht zu sagen. Vielleicht noch, dass ich hoffe, dass ich Phil eines Tages unter besseren Bedingungen noch einmal vor mein Mikrofon bekomme.

Lappan-Verlag: „Vorsicht, Stufe – 20 Jahre behinderte Cartoons“ von Phil Hubbe

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Mehr über mich und meine Angebote zum Thema Krisen- und Trauerbegleitung und meine Bücher findest du unter trauerbegleiter.org. Dazu gehören auch EinzelcoachingsOnline-Seminare und Seminar-Reisen. Für mein kostenfreies Newsletter-Magazin kannst du dich hier registrieren. Wenn du dich in einer schwierigen Lebenssituaion befindest, können dir manchmal ein paar Impulse auf deinem Weg in ruhigere Gefilde weiter helfen, den nächsten Schritt zu machen. Viele Hinweise findest du auf meiner Homepage unter „Impulse auf dem Weg“. Dann gibt es da noch den Podcast „Lebendig-Irgendwas geht immer“. Dort unterhalte ich mich mit Menschen, die im Bereich Krisen- und Trauer arbeiten oder selbst große Krisen und Verluste gemeistert haben. Und wenn du dich noch mehr zum Thema Krisen und Trauer informieren darüber möchtest, kannst du mal das Trauer-Radio einschalten. 

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